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Da bekanntlich alle guten Dinge 3 sind, habe ich nach meinem gestrigen Bericht über „Metagal“ noch ein zweites und drittes aktuelles Spiel von Ratalaika Games im Gepäck. Das dritte folgt dann in den kommenden Tagen. Dieses Mal handelt es sich sogar um eine Eigenentwicklung (in Zusammenarbeit mit Woblyware) und nicht um einen reinen Publisher-Job. Dennoch sind selbstverständlich auch so die Standards der Veröffentlichungen von Ratalaika Games mit Cross-Buy auf den Sony Plattformen und überaus leichter Trophäenliste vorhanden. Gerade bei diesen kleineren Games, die sich perfekt dafür eignen zwischendurch mal ein paar Minuten zu spielen, gratis die Mobilversion obendrauf bekommen und so sowohl unterwegs über die Vita, wie auch zu Hause über die PS4 spielen zu können.

 

Vom Prinzip her ist „Daggerhood“ ein Puzzlespiel im Gewand eines Plattformers, was an andere Games der Gattung, wie zum Beispiel „Super Meat Boy“ erinnert. Es gibt zwar eine Story, aber die ist lediglich eine Rechtfertigung für den Spielstart: Der notorische Meisterdieb, Vincent S. Daggerhood wird gefasst und vom König in ein riesiges Erdloch, die „vorsaken caverns“ geworfen, was aus unerfindlichem Grund zu einer schieren Masse unterschiedlicher Kerkerräume ausgebaut wurde. Aber Vincent kann natürlich nicht akzeptieren den Rest seines Lebens im Kerker zu verbringen und kämpft sich durch den Kerker mit samt einem Racheplan, den König auf seinem Weg von all seinem Gold zu berauben. Dabei führt ihn sein Abenteur durch insgesamt 5 Welten mit jeweils 20 unterschiedliche Anzahl thematischer Areale.

 

Die Areale sind dabei in unterschiedliche 1-Raum-Bereiche aufgeteilt, die jeweils als ein einzelnes Level fungieren, was verteilt über alle 5 Welten eine stattliche Anzahl von 100 Levels macht, die uns von dem Kerker bis hin zum Schloss des Königs führen und auf dem Weg sogar den ein oder anderen Bosskampf für uns bereithalten. Dabei ist das Grundprinzip denkbar einfach: Es geht daran unbeschadet zum Ausgang zu kommen, dabei allerlei Widrigkeiten zu überwinden und optional auf dem Weg noch die pro Level 5 versteckten Schätze des Königs und eine magische Fee (weil es laut Spiel „immer eine Fee geben muss“) einzusammeln. Zusätzlich läuft ein Timer mit, der uns je nachdem mit welcher Zeit wir ein Level beenden mit bis zu 3 Sternen als Bewertung belohnt…

 

Dabei hat Daggerhood aber noch ein ziemliches Ass im Ärmel, was auch maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass er sich zum Meisterdieb gemausert hat, denn er kann sich mittels seines verzauberten Dolches teleportieren. Dabei wirft er den Dolch mittels Knopfdruck in einer horizontalen Linie und wenn wer den Knopf nochmal drück teleportieren wir uns an die Stelle, wo der Dolch gerade war. Diese Mechanik wird auch maßgeblich zur Lösen der Rätzel verwendet und erfordert gerade in späteren Levels ein präzises Timing. Jedes Level muss daher zu Beginn intensiv analysiert werden, um herauszufinden, wie wir es schaffen die Herausforderung lebend zu meistern. Zwar können wir uns mit dem Dolch auch gegen Gegner verteidigen, doch wenn man davon absieht ist Daggerhood ziemlich schwach. Es gibt keinerlei Lebensbalken und wir sterben mit einem Treffer, sei es von Gegnern oder der Stage in Form von Stacheln oder Lava. Hier kommen Knobelfreunde auf jeden Fall auf ihre Kosten, da der Schwierigkeitsgrad ziemlich schnell ansteigt und man sein Ganzes können aufbringen muss, um die Levels zu meistern.

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Für Trophäenjäger gibt es allerdings Entwarnung, denn um die Platin zu ergattern reichen im Grunde die ersten paar Levels aus der ersten Welt, um die insgesamt 16 Trophäen (4 x Bronze, 0 x Silber, 11 x Gold, 1 x Platin) zu ergattern und sollte auch nicht länger als 30 Minuten in Anspruch nehmen, aber natürlich hat man dann auchr nur einen Bruchteil des Spiels gesehen, der sich meiner Meinung nach aber wirklich sehen lassen kann und sogar mit der ein oder anderen Überraschung (interessante Bosskämpfen und neuen Mechaniken) aufwartet. Zwar gibt es optisch ansprechendere und innovativere Spiele des Genres, aber für den regulären Preis von 4,99€ kann man im Grunde nichts mit dem Spiel falsch machen. Ich habe den Kauf auf jeden Fall nicht bereut.

NB@09.04.2019

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