PS4 Review: „Final Fantasy VII Remake (Demo)“ #FinalFantasyVIIRemake #FFVIIRemake

Square Enix zeigt eindrucksvoll, was man vom im nächsten Monat erscheinenden Remake von „Final Fantasy VII“ erwarten kann, indem sie den Auftakt der Geschichte, die ikonische „Mako Reactor 1 Bombing“-Mission“ als spielbare Demo herausgebracht haben. Dabei bringt der Download, der seit dem 02.03.2020 verfügbar ist schlanke 7,55GB auf die Waage und kommt mit samt der kompletten Intro-Sequenz und allem, was dazu gehört und liefert auf diese Weise schon interessante Einblicke in das fertige Spiel. Zwar können bis zum finalen Release noch ein paar Änderungen stattfinden, aber da das Spiel bereits sehr bald als erscheint wird man sich wahrscheinlich, ähnlich wie letztes Jahr bei der „1-Shot-Demo“ zu „Resident Evil 2“ bereits nah am finalen Produkt bewegen.

Es ist dabei wirklich erfrischend, das man abseits von Trailern bereit so tiefe Einblicke in das Spiel gewährt, was heute leider immer seltener wird, zumal viele Vorabberichterstattungen oft mit einem Embargo belegt werden, das sich oft sehr nah, wenn nicht gar erst am Tag des Release befindet. Nach einer längeren Intro-Sequenz, die Aerith zeigt, die eindrucksvoll animiert durch die Gassen und Straßen von Midgar läuft, wechselt das Geschehen zu einer Truppe von Kämpfern, die planen den „Mako Reaktor 1“ der Stadt zu sabotieren. Da sich die Mission direkt zum Beginn der Kampagne befindet und bereits im Ursprungsspiel so war, muss man sich hierbei keine Gedanken um grobe Spoiler machen.

Die Gruppe besteht aus den Hackern Chara, Biggs und Wedge, sowie dem Muskelberg mit einem Gatling-Arm Barret und dem Neuzugang der Gruppe, namens Cloud Strife. Letzterer ist ein angeheuerter Söldner, der sich erst noch das Vertrauen der Gruppe und seiner Mitglieder verdienen muss, wofür in dieser ersten Mission die Grundsteine gelegt werden. Denn nicht nur kämpft man sich gemeinsam durch unterschiedliche Gegnergruppen, sondern muss auch im Tag-Team mit Barret eine mechanische Riesenspinne bekämpfen, bevor man aus dem explodierenden Reaktor flieht, was knapp 1 Stunde Spielzeit in Anspruch nehmen sollte, bevor die Demo endet und eine Reihe von unterschiedlichen Vorschauclips abgespielt wird, die uns animieren sollen das komplette Spiel vorzubestellen.

In diesem Zusammenhang muss man aber auf jeden Fall darauf hinweisen, dass es sich bei „Final Fantasy VII Remake“ nicht um das komplette Spiel handelt, denn lediglich um den ersten Teil von mehreren Teilen. Man hat sich lediglich den Anfangsteil in Midgar herausgepickt, der lediglich maximal 20% des Ursprungsspiels ausmacht. Um die Spielzeit soll man sich aber laut Aussage von Square Enix dennoch keine Gedanken machen müssen, da man die Geschichte umfassend erweitert hat, um auch mir diesem Teil auf eine „normale Spielzeit eines RPGs“ zu kommen. Konkreter ist die Aussage leider nicht, also können wir zum jetzigen Zeitpunkt leider nur über ungefähre Stundenanzahl rätseln. Allerdings sollen viele neue Haupt- und Nebenmissionen dazugekommen sein, die auf das bestehende Konzept aufsetzen und es sinnvoll erweitern, wo es angebracht war. Dazu bekommen einige Charaktere auf jeden Fall mehr Screentime und wir werden auch mit neuen Bossen konfrontiert werden, sodass auch für Veteranen, die das Ursprungsspiel gespielt haben immer noch genug Neues vorhanden ist.

Auch spielerisch hat das Spiel einige moderne Anpassungen erfahren, um mit zeitgemäßen Veröffentlichungen mithalten zu können, ohne dabei aber den Ursprung vollkommen außer Acht zu lassen. Viele davon findet man bereits innerhalb der Demo. So wurde das komplette Kampfsystem überarbeitet, die Animationen sind auf der Höhe der Zeit, die Vertonung von Seiten Musik und Sprachausgabe ist en Par mit Hollywoodfilmen und dennoch findet man viele liebevolle Referenzen an das Original, wie einige Instanzen, wo die freie Kamera kurzzeitig in geskripteten Sequenzen einen festen (und aus dem Ursprungsspiel bekannten) Kamerawinkel annimmt. Denn sonst sind die vorgerenderten Hintergründe eine voll-animierten 3D-Welt gewichen und lassen uns jeden Winkel komplett frei erkunden, was eindeutig auch einer der Gründe ist, warum mehr als ein umfangreiches Areal den Rahmen des Spieles gesprengt hätte. Wo sich allerdings auch die Frage aufdrängt, wie es sich bei den weiteren Teilen verhalten wird, denn in Anbetracht, was noch alles kommen wird, schafft man das wohl eher nicht innerhalb von lediglich einem weiteren Teil…  

Performance-technisch läuft die Demo bei gelockten 30fps und scheint momentan keine nennenswerten Unterschiede zwischen den unterschiedlichen PS4-Versionen zu machen, was sich aber mit Sicherheit beim finalen Release noch ändern wird, denn das Spiel ruft förmlich nach unterschiedlichen Spielmodi, wie wir es auch von anderen Spielen, wie zum Beispiel dem grandiosen „Shadow ot the Tomb Raider“ kennen, das ebenfalls von Square Enix herausgebracht wurde. Hier konnte man nämlich, sofern man auf der PS4 Pro spielte, den Fokus entweder auf die Framerate oder die Details der Grafik legen. Nichts desto trotz sind auch in der Demo die Grafik und die Charakteranimationen von allerhöchster Güte und stellen einige der bisher dagewesenen Referenzen mehr als nur in den Schatten, was auf dazu führen soll, dass das Spiel die natürlichen Grenzen einer einzigen Blu Ray immens sprengt und daher gleich ab Werk mit zwei Disks ausgeliefert wird. 

Aber schauen wir uns das Thema, das wahrscheinlich die meisten interessiert mal genauer an: Das Kampfsystem. Denn dort hat sich einiges getan. War das ursprüngliche „Final Fantasy VII“ noch ein klassisches RPG mit Runden-basierten Kämpfen (Active Time Battle), so setzten neuere Teile der Reihe eher auf Kämpfe in Echtzeit. Und um beide Zielgruppen zufrieden zu stellen gibt es unterschiedliche Kampfmodi. Den Anfang macht dabei der normale Kampfmodus. Hier greift man in Echtzeit an, weicht aus, blockt und hat eine Sonderleiste für Sonderangriffe und Zauber, die man wenn die Leiste aufgeladen ist, per Knopfdruck aufrufen kann. Dann verlangsamt sich das aktive Spielgeschehen und wir können entweder Zauber anwenden, Tränke verwenden, oder Sonderattacken durchführen, alles während wir uns aktiv im Kampf befinden. Das klappt auch wirklich gut und geht trotz mehr Komplexität, als bei einem simplen Hack n Slay, recht gut von der Hand. Zusätzlich kann man über das gleiche Menü auch Anweisungen an die Begleiter erteilen, wenn man zum Beispiel möchte, dass diese eine bestimmte Stelle an einem Gegner angreifen. Die KI funktioniert dabei ziemlich gut und auch wenn man logischerweise nicht nach einander angreift verliert man dennoch nur selten den Überblick, wobei es sich dann meist um eher um ein Kamera-, anstatt Eingabeproblem handelt. Weiter können wir auch jederzeit zwischen den unterschiedlichen Charakteren in unserer Party hin- und her schalten, was durchaus sinnvoll sein kann, wenn wir einen Charakter mit einer Fernwaffe brauchen.

Soweit das neue Kampfsystem, doch darüber hinaus gibt es auch noch den sogenannten „Classic Mode“, der die aktive Actionsteuerung gegen mehr KI-Unterstützung austauscht, was dann mehr an die klassischen Runden-basierten Kämpfe erinnert. Dabei können wir Gegner auswählen und die normalen Angriffe, Ausweichen und so weiter macht die KI für uns. Das gibt uns mehr Zeit sich intensiv mit den unterschiedlichen Charakteren, den Menüs und den Sonderattacken zu beschäftigen. Zwar warten die Gegner dennoch nicht, bis wir eine Aktion ausgewählt haben, doch Freunde von Runden-basierten Kämpfen, die weniger Stress im normalen Spiel haben wollen, werden bestimmt ihren Gefallen an dieser Kombination zwischen klassischem und modernen RPG finden. Auch wenn ich persönlich mit dieser Steuerungsoption nicht so viel anfangen konnte, so gibt es bestimmt Leute, die daran Gefallen finden werden. Meiner Meinung nach hätte man hingegen verbessern können, dass die Kamera in diesem Modus aus dem Kampfgeschehen herausfährt, damit man mehr Überblick gewinnt. Zusätzlich finde ich etwas merkwürdig, dass man, auch wenn die KI die Steuerung übernommen hat, jederzeit eingreifen und auch noch Aktionen ausführen, was nur bedingt funktioniert, da es zu konkurrierenden Eingaben führen kann und so ist, als ob man einem Freund ins Pad greift, um einfach mal ein paar Knöpfe zu drücken. Alternativ hat man noch die Auswahl zwischen zwei Schwierigkeitsgraden (normal und leicht) und kann jederzeit im Spiel zwischen den unterschiedlichen Einstellungen hin- und herschalten, wenn man zum Beispiel merkt, dass der „Classic Mode“ vielleicht für den persönlichen Spiel-Typ nicht das Wahre ist.

Insgesamt zeigt die Demo aber eindrucksvoll, was wir vom heiß-erwarteten Remake erwarten können und macht eindeutig Lust auf mehr. Ich kann es persönlich kaum erwarten, wenn das Spiel endlich in seiner finalen Veröffentlichung erscheint und ich wieder mit Cloud und Co. durch Midgar ziehen kann, auch wenn ich persönlich sehr gespannt bin, wie sie den Cut am Ende des Remakes gestalten werden, denn abgeschlossen ist die Geschichte dann noch lange nicht. Überzeugt euch am besten selbst von der Qualität, die das Spiel bietet, indem ihr die Demo herunterladet. Hierbei sollte man aber noch etwas beachten: Sie steht zwar weltweit im PSN gratis zum Download bereit, doch versteckt sich in Deutschland hinter einer Art „Zugangsbeschränkung“ in Form von aktiven PlayStation Plus-Mitgliedschaften. So kann man sie also hier nur mit einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft herunterladen. In USA besteht diese Restriktion nicht, wer also nicht die Erstellung eines amerikanischen Accounts scheut und keine Mitgliedschaft abschließen möchte, der kann sich die Demo getrost in USA herunterladen, die ich euch hier verlinke. Inhaltlich sollte kein Unterschied bestehen. Alles weitere zum Spiel erfahrt ihr dann Anfang April, wenn die finale Version erscheint.

Entwickler:      Square Enix

Publisher:        Square Enix

Erhältlich auf: PS4

NB@10.03.2020

——— Hinweise & Disclaimer: ———

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