PS4/PS5 Review: „One Escape“ #OneEscape #LeichtePlatin

Gefängnisausbrüche sind seit geraumer Zeit ein „dankbares“ Thema in Film und Fernsehen, um so merkwürdiger, dass es eher selten in Videospielen thematisiert wird. Doch Abhilfe gibt es aus dem Hause Ratalaika Games, die das neueste Spiel vom kleinen Entwickler Bug-Studio, dem Studio hinter „Foxyland“, „Foxyland 2“ und „Deep Space Rush“, auf alle gängigen Konsolen portiert haben.

„One Escape“ ist ein Plattformer mit Puzzle-Elementen, in denen wir einer Truppe von drei Verbrechern helfen müssen, aus dem Gefängnis auszubrechen. Das Trio sitzt wegen Bankraub ein, jeder der drei Charaktere verfügt über unterschiedliche Fähigkeiten und eine eigene Kampagne à jeweils 20 Levels, die es zu bewältigen gilt, um die komplette Geschichte abzuschließen. Dook, Gor und Hog sind eine anthropomorphe Ente, ein Gorilla und ein Schwein, Dook ist der Kopf der Bande, er verfügt über besondere Kenntnisse im Schlösserknacken und kann so Lüftungsschächte öffnen, um durch zu kriechen, Gor kann an bestimmten Oberflächen klettern und Hog ist eine wahre Kampfmaschine und kann sogar bewaffnete Wachen K.O. schlagen und Wände zerbrechen.

Die Reihenfolge, in der wir die Kampagnen spielen bleibt uns selbst überlassen, da sie ohnehin parallel zueinander ablaufen und jede Kampagne anfangs eine auch eine Einführung in die übergreifenden Mechaniken bieten. Die Levels beginnen dabei recht moderat, doch der Schwierigkeitsgrad zieht kontinuierlich an und gerade die höheren Levels können ziemliche Kopfnüsse sein, die gute Reflexe und Problemlösung erfordern. Schade ist dabei nur, dass es pro Level nur eine Lösung gibt. Hier hätte ich mich unterschiedliche Lösungswege und vielleicht auch die ein oder andere falsche Fährte gewünscht, die die Levels auch beim wiederholten Durchlauf noch spannend machen.

Dennoch kann sich das Leveldesign insgesamt wirklich sehen lassen und wird gerade durch die unterschiedlichen Protagonisten massiv aufgelockert. Noch ein wenig spannender wäre es zwar gewesen, wenn man auch Levels hätte, in denen man in bester Lost Vikings-Manier alle Gangster und ihre Fähigkeiten kombinieren muss, um das Ziel zu erreichen, aber das wäre ja vielleicht eine Idee für ein Sequel.

Die Präsentation an sich ist wirklich gelungen und kombiniert die liebevolle Pixelart, für die BugStudio bekannt ist, mit einer düsteren Ausrichtung, die neben Videokameras, Lasern und Türen mit Schlüsselkarte auch keine anderen Gefängnis-Klischees auslässt. Besonders im Vergleich mit den Foxyland-Spielen ist die verwendete Farbpalette zwar dunkler, besticht aber dennoch durch viele nette Details. Die Steuerung ist gut, auch wenn das Sprungverhalten in einigen Situationen zu wünschen übrig lässt und damit zu einigen unnötigen Bildschirmtoden geführt hat, wenn der Absprung aus unerfindlichem Grund nicht registriert hat und man entweder in einen Abgrund, oder das Sichtfeld einer patrouillierenden Wache läuft. Zwar kein Totalausfall, wie einige Spiele auf dem NES, wo leider oft die Steuerung direkt aus der Hölle zu kommen schien, aber dennoch hätte es hier meines Erachtens nach etwas mehr Finetuning gebraucht, was besonders bei den Gor-Levels aufgefallen ist, wo der Fokus am meisten auf präzisen Sprungpassagen liegt.

Besonders hervorheben muss man aber den Soundtrack, wirkten die Soundtracks der vorherigen Spiele des Entwicklers eher wie Stockmusic eines Chiptune-Makers, so hat mich der sehr atmosphärische Score mit leisen und pointierten Arrangements wirklich überzeugt, da er die Spannung des Spiels wirklich super untermalt. Das geht sogar so weit, dass der Soundtrack sogar ruckartig stoppt, wenn ein Alarm losgeht und erst wieder einsetzt, wenn wir ein sicheres Versteck gefunden haben, was aber nicht in allen Levels überhaupt möglich ist.

Insgesamt hatte ich eine Menge Spaß mit „One Escape“. Die 60 Levels bieten genug Abwechslung und Unterhaltung für in etwa 3-4 Stunden, was in Anbetracht des Günstigen Preises durchaus in Ordnung geht. Trophäenjäger werden aber wahrscheinlich viel schneller fertig sein, da man für die Platin, neben ein paar anderen Trophäen, die man mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit automatisch verdient, während man spielt, lediglich die ersten 10 Levels jedes Charakters beenden muss. Diese Levels sind an sich noch relativ einfach, wo hingehen der Schwierigkeitsgrad danach erst merklich ansteigt. Zu verdienen gibt es insgesamt 16 Trophäen (0 x Bronze, 5 x Silber, 10 x Gold, 1 x Platin), was in gewohnter Weise auf der Xbox One 1000GS entspricht. Auf den Sony-Plattformen kommt das Spiel im Cross Buy für PS4 und PS5 mit zwei inhaltlich identischen, aber separaten Trophäenlisten, eine Unterschied bei den Versionen konnte ich persönlich dabei nicht feststellen. Unabhängig der Trophäen würde ich aber jedem empfehlen auch nachdem die Platin verdient ist weiterzuspielen, denn das Spiel macht wirklich Spaß.

Entwickler: Bug-Studio

Publisher: Ratalaika Games

Erhältlich auf: PC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch

NB@21.04.2021

——— Hinweise & Disclaimer: ———

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