PS5 Review: „Call of Duty: Modern Warfare 2“ #Cod #ModernWarfare2 #CallOfDuty

„Call of Duty: Modern Warfare 2“ ist zwar schon etwas länger erhältlich, doch da jeder immer nur über den Multiplayer redet und die Kampagne wenig bis keine Erwähnung findet, wird es heute Zeit das zu ändern. Ich habe es zwar schon öfters Kund getan, tue es aber gerne wieder, denn ich Spiele Call of Duty hauptsächlich wegen dem Single Player. Das liegt zum einen daran, dass der Spaß mit Multiplayer schnell auf der Strecke bleibt, wenn man von pubertierenden Teens, die keine anderen Hobbies als CoD haben und jede Gelegenheit zum Campen nutzen, kalt gemacht wird und mir dafür einfach die Zeit fehlt. Doch die Kampagne ist mein jährliches Guilty Pleasure, da der Umfang meist überschaubar und die Inszenierung mitreißend und bombastisch ist.

„Modern Warfare 2“ ist eine direkte Fortsetzung des 2019er „Call of Duty: Modern Warfare“, der insgesamt 19. Teil der Reihe (!!!) und setzt die Geschichte um die Söldnertruppe um Price, Soap, Gaz und Co. fort. Wobei die Fortsetzung zwar auf die gleichen Charaktere zurückgreift, aber in sich abgeschlossen ist, weswegen auch keine wirklichen Vorkenntnisse notwendig sind. Entwickelt wurde das Spiel von Infinity Ward, einem der drei Entwicklerstudios, neben Treyarch und Sledgehammer Games, die jeweils ihre eigenen Reihen unter dem Call of Duty-Banner entwickeln und abwechselnd veröffentlichen. Nur durch diese Aufteilung ist es überhaupt möglich, dass jedes Jahr ein neuer Ableger der Reihe herauskommt.

Hatte uns das letztjährige Vanguard noch in den ersten Weltkrieg entführt und vorletztes Jahr waren wir mit Black Ops: Cold War in eine Spionage-Geschichte im Kalten Krieg verstrickt, bleibt Modern Warfare 2 im hier und jetzt und widmet sich dem modernen Kampf gegen den Terrorismus und der Bedrohung durch mexikanische Kartells. Denn der Terrorist Hassan hat mit der Unterstützung eines mexikanischen Kartells um den mysteriösen El Sin Nombre irgendwie drei amerikanische Raketen in seinen Besitz gebracht und bedroht damit die amerikanische Hauptstadt. Das ruft Task Force 141 auf den Plan, die gemeinsam mit  mexikanischen Special Forces darauf angesetzt werden die Raketen unschädlich zu machen und Hassan zu stellen…

Was auf den ersten Blick recht unspektakulär klingen mag, bietet dabei nicht nur einige wirklich überraschende Twists, die bis zum Ende für Spannung sorgen, sondern transportiert diese Unberechenbarkeit auch ins Gameplay der 17 Missionen. So beginnt der Anfang noch recht klassisch mit der straff inszenierten Schießbude, die wir kennen, lässt uns in anderen Missionen aber auch Schleichen, mit wechselnden Fahrzeugen einen Gefangenentransport jagen, unsere Verbündeten via Helikopter beschützen, einen Kameraden über Überwachungskameras durch ein von Feinden besetztes Gebiet lotsen, oder sich nur mit einem kleinen Gewehr bewaffnet mit einem Kampfpanzer messen. Doch mein persönliches Highlight ist eindeutig eine Missionen, wenn wir verletzt und ohne Waffen durch ein von Gegnern besetztes Gebiet müssen und uns mit simplen Haushaltsgegenständen Waffen und Ablenkung craften müssen, was schon fast an The Last of Us erinnert. Fast in jeder Mission werden dazu neue Mechaniken eingeführt, die für eine in der Reihe unbekannte Abwechslung sorgen.

Die Inszenierung ist erstklassig, was zusätzlich von der tollen Grafik und den Lebens echten Charakteranimationen untermalt wird. Das mag zwar eindeutig der stellenweise schlauchigen Levels geschuldet sein, die damit zum einen vorgeben wie wir die Szenerie betrachten und gleichzeitig mehr Ressourcen für die sichtbaren Assets zur Verfügung stellen, doch diese Formel wird des Öfteren aufgebrochen und bietet mehr Bewegungsfreiheit und freies Vorgehen. Entgegen dem direkten Vorgänger, bei dem die Levels voneinander losgelöst waren, bauen diese hier direkt aufeinander auf, was uns mehr in die Geschichte rein zieht. In Sachen Auflösung und Performance bietet das Spiel, ebenso wie beim Thema Accessibility viele unterschiedliche Möglichkeiten mit bis zu 120fps, entsprechendes Equipment vorausgesetzt, versteht sich und unterstützt sogar an der Konsole Maus Eingaben, auch wenn die Steuerung per Controller für mich richtig gut funktioniert.

Im Grunde gibt es nur zwei wirkliche Mankos, denn zum einen wird das haptische Feedback und die adaptiven Trigger des DualSense merkwürdigerweise weniger unterstützt, als noch bei den letzten beiden Spielen der Reihe, sodass ich mich zwischenzeitlich gefragt hatte, ob ich vielleicht aus Versehen die PS4-Version gestartet hatte, was aber nicht der Fall war und zum anderen ist die Navigation über die Menüs ein wahrer Graus. Vollkommen überladen und zu gepflastert mit Auswahlmöglichkeiten fällt es schwer das Wesentliche zu finden. Es gibt neben der Kampagne noch Co-Op-Missionen, unterschiedliche Multiplayer-Modi und auch Zugang zum verbesserten Battle Royale-Modus, der Warzone 2.0 und gerade auf Grund der vielen unterschiedlichen Möglichkeiten wäre eine besser angelegte Menüführung wünschenswert, anstatt dem Spieler sämtliche Auswahlmöglichkeiten auf einmal zu präsentieren.

Insgesamt hatte ich wirklich eine Menge Spaß mit „Call of Duty: Modern Warfare 2“ und bin persönlich auch schon sehr auf den dritten Teil gespannt, denn am Ende bekommt man einen kleinen Teaser präsentiert, der Serienkenner in mehr als frohe Erwartung versetzen dürfte. Die Kampagne ist zwar mit ihren knapp 10 Stunden Spielzeit gewohnt überschaubar im Umfang, macht das aber in Sachen Abwechslung und filmreifer Inszenierung mehr als wett. Selbst wenn man das Spiel nur auf Grund seiner Kampagne spielt, kommt man voll und ganz auf seine Kosten. CoD hat sich eindeutig von der bekannten Schießbude weiterentwickelt und wir können gespannt sein was die Reihe in Zukunft für uns bereit hält.

Entwickler: Infinity Ward

Publisher: Activision

Erhältlich auf: PC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S

NB@09.01.2023

—Hinweise & Disclaimer—

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