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Es ist schon einige Zeit her, dass ich über die letzten Sonic Hacks berichtet habe. Das hatte auch einen bestimmten Grund, denn es gab im Grunde nichts neues von dieser Front, da es sich um einen relativ überschaubaren Personenkreis handelt, der sich damit beschäftigt. Doch das hat sich nun geändert, denn Lone Devil, der bereits für andere dieser Hacks verantwortlich ist, meldet sich mit „Metal Sonic Rebooted“, der spirituellen Fortsetzung zu „Metal Sonic Hyperdrive“ zurück. Warum nur eine spirituelle Fortsetzung? – Denn im Grunde schließt das Spiel nicht an das Ende von Hyperdrive an, sondern fungiert als Prequel für die Geschichte von Metal Sonic.

Das Spiel ist am 01. April diesen Jahres (doch war kein Aprilscherz) erschienen und ist mittlerweile auch über einschlägige Händler in Modulform verfügbar. Zwar ist das Rom auf Grund, dass es sich um einen nicht-kommerziellen Fan-Hack handelt auch gratis im Netz verfügbar, aber ich spiele die Spiele gerne authentisch von einem Modul über meinen Mega Drive, anstatt über einen Emulator.

Diesmal ist die Basis des Spiels allerdings nicht das erste Sonic, wie bei vielen der Hacks, sondern dessen Fortsetzung „Sonic the Hedgehog 2“, das sich Lone Devil als Hauptinspiration für sein Werk genommen hat. Ich spreche bewusst von der Hauptinspiration, denn neben Versatzstücken aus dem offiziellen Spiel befindet sich in „Metal Sonic Rebooted“ auch einiges an eigener Arbeit, die zusammen mit den bekannten Elementen (die nicht unbedingt alle aus Sonic-Spielen stammen) in komplett neuer Anordnung ein neues Spielerlebnis präsentiert. Insgesamt stehen 9 Welten zur Verfügung, die jeweils nochmal in Abschnitte unterteilt sind. Zusätzlich verfügt das Spiel auch über eine Bonusstage.

Die Geschichte ist, wie eigentlich bei allen Sonic-Games, recht schnell erzählt, denn diesmal hat Dr. Robotnik, der kontinuierlich auf der Suche nach den Chaos Edelsteinen ist, hat eine Armee von Badniks, der robo-fizierten Tiere, auf die Suche danach geschickt, was allerdings Metal Sonic auf den Plan ruft. Denn Metal Sonic spielt den Held nicht aus reinster Nächstenliebe, sondern aus zutiefst selbstsüchtigen Motiven. Er ist die Erfindung von Robotnik, fühlt sich aber von diesem vernachlässigt und beschließt daher dessen Plan zu vereiteln, um ein für alle Mal deutlich zu machen, dass er die effektivste Waffe in Robotnik’s Repertoire ist…


Entgegen des Sonic aus Fleisch und Blut hat Metal Sonic ein paar Asse mehr im Ärmel, denn er kann zum Beispiel auch unter Wasser atmen, bzw. braucht keinen Sauerstoff zum Überleben. Zusätzlich hat er neben den Standardmoves auch Sonderbewegungen und -attacken, wie den Spindash oder Moves unter Verwendung seiner Booster mit an Bord. Das Spiel verfügt über einen normalen und einen schweren Schwierigkeitsgrad, der sich in der Anzahl der Continues und der verlorenen Ringe beim Gegnertreffer unterscheidet. Entgegen anderer Rom-Hacks gibt es hier zwar von Haus aus mit Metal Sonic nur einen spielbaren Charakter im Spiel. Jedoch kann man durch einen kleinen Cheat zusätzlich auch mit Knuckles spielen, der andere Fähigkeiten mitbringt und so Areale erreichen kann, die man mit Metal Sonic nur schwer, oder gar nicht erreichen kann. Der Cheat wird im Hauptmenü eingegeben und lautet ↑ ↓ ← → A. Wer so wie ich ein Fan von Rom-Hacks ist, dem wird hier wirklich einiges geboten. Lone Devil kennt sich mit Sonic anscheinend wirklich sehr gut aus, denn seine Kreation könnte durchaus ein legitimer Teil des Franchise sein.

NB@13.11.2018